Der Weg ist das Ziel...
und ohne Ziel keine Weg!

Ausgebrannt

Kennst Du Menschen die sich permanent im Kreis drehen? Immer in Aktion sind? Immer kurz vorm Ziel stehen aber leider nie wirklich ankommen? Ich habe da das Bild der Möhre vor mir, die der Reiter dem Esel vor die Nase hält, um Ihn zu motivieren. Das dumme ist, die Möhre rückt, da sie an einer Angel hängt, mit jedem Schritt mit, was dazu führt, dass Du früher oder später das Gefühl bekommst im Hamsterrad zu sitzen. 

 Für Menschen ist es ein großes Problem, wenn Sie Ihre Ziele langfristig nicht erreichen. Nie etwas wirklich abzuschließen. Gut ist große Ziele zu haben und permanent an Ihnen zu arbeiten, nur ist es wichtig, messbare Teilschritte abzuschließen, angestrebte Ergebnisse zu erreichen, dass man bemerkt wie man vorankommt. Erreichst Du deine Ziele nicht, gibst Du unbewusst mit der Zeit immer mehr Kraft und Energie darein sie zu erreichen. Du willst ein Erfolgserlebnis haben. Rückt deine Glücks Möhre jedoch immer weiter mit vor, führt das dazu, dass Du dich immer mehr verausgabst, dich selbst vergisst und irgendwann wirst Du krank, fühlst dich leer und ausgebrannt.

Oft wird dieses Verhalten nicht bemerkt und man verstrickt sich immer mehr in dieses Hamsterrad.

Wieso tun wir Menschen so etwas? 

Tief in uns drin stecken so genannte Glaubenssätze. Generelle Überzeugungen wie: „Es muß immer, alles perfekt sein.“ - „Ich muß es immer, allen recht machen und denke nie an mich.“ Oder „Ich kann oder darf nie nein sagen.“ 

Und es gibt noch jede Menge andere Glaubenssätze die dazu führen können das Du Dich unbewusst in Dein persönliches Hamsterrad begibst.

Ein weiterer Grund könnte beispielsweise sein, dass Du Deine Ziel zu hoch gesteckt hast, weil Du denkst es irgend jemandem (Deinen Eltern), eventuell sogar Dir selbst beweisen zu müssen. Das kommt häufig, wenn man glaubt: „Ich bin nicht gut genug.“

Im Februar 2020 kam Anna zu mir in die Lebensschule.

Sie war ein junge attraktive Frau ende dreißig, doch davon war nicht viel zu sehen. Als sie das erste mal zu mir kam, habe ich Sie auf mindestens Ende 40 geschätzt. Die Haare waren praktisch zum Zopf zusammengebunden, sie ging gebückt und Ihre Gesichtszüge waren traurig und leer. 

Sie erzählte, das alles damit begann, als ihr Mann sie vor ca 2 Jahren, 10 Jahre nach der Geburt Ihres Kindes verließ. Sie erzählte: „Nach Jennys Geburt war er immer weniger zu Hause mein Arbeitsvolumen wurde immer größer und als ich dann wieder begann zu arbeiten, seit dem kann ich fast keine Nacht mehr durchschlafen.“ 

Ich hörte mir Ihre ganze Geschichte an und ließ mir beschreiben wie Ihr Alltag zu Hause so ablief. Wir stellten fest das Sie Ihren Mann nie wirklich in die Beziehung zwischen Ihr und Ihrer Tochter reingelassen hat. Nichts konnte er schon damals richtig machen. In Ihren Augen wollte er immer nur Sex und Zeit mit Ihr, Ihre Tochter stand immer zwischen ihnen. Sie war getrieben von Gedanken, dass er es mit Ihrer Tochter nicht richtig anstellte. Nie war es GUT so wie er seine Aufgaben erledigte, wenn er es denn überhaupt zu Ende brachte. 

Sie sagte: „Ich begann immer höher zu drehen, immer mehr der Aufgaben zu übernehmen. Als ich dann wieder begann zu arbeiten, unterstützte mich mein Mann schon, aber mit der Zeit riss ich, so muß ich zugeben, immer mehr an mich und nachdem mich mein Mann dann für eine andere Frau verließ ging es vollkommen bergab. Ich schaff es einfach nicht mehr alles zu bewältigen. Ich bin nur noch unterwegs, rund um die Uhr, auch meine Familie unterstützt mich nicht mehr. Was kann ich tun?“

 Ich erklärte Ihr die offensichtlichen Zusammenhänge zwischen Ihrem heutigen Erleben und den Bewertungen der Gegenwart aufgrund der vergangen Erlebnisse in Ihrer Kindheit. Sie verstand auch, dass ihr ehemaliger Partner nicht aus seiner Haut konnte und erkannte das Sie Ihn schlechtweg aus Ihrem Leben gedrängt hat. Sie war erst mal vollkommen aus dem Häuschen als sie auch verstand, dass der ganze Stress den Sie erlebe im Grunde selbst organisiert war. Das Erstaunen war gar nicht mehr aus Ihrem Gesicht zu bekommen, als Sie realisierte, dass Ihre Mutter als Sie klein war mit denselben Gefühlen zu kämpfen hatte. 

Sie Sagte ganz klar: „Ich will das nicht mehr! Was kann ich tun?“ Und nun wusste ich, dass es einfach sein würde. Diese zu tiefsten getroffene Entscheidung würde es Anna leicht machen. Ich führte Sie zu den Auslösern für Ihre komplexen Denk und Verhaltensmuster und sie konnte diese Themen Aufgeben.

Folgenden Brief erhielt ich vor einigen Wochen:  

„Lieber Peter, ich danke Dir für Dein Unterstützung. Als Du am Anfang sagtest das Du mir nicht helfen kannst, sondern dass ich das selbst tun müsse hatte ich nicht verstanden was Du meintest. Heute verstehe ich es sehr wohl. Ich habe mein Leben komplett gewandelt, verstehe mich mit meinem Ex Mann blendend und wir arrangieren die Belange um unsere Tochter jetzt gemeinsam. 

In meiner Arbeit und auch zu Hause habe ich nicht mal mehr halb so viel Stress und war seit Jahren das erste mal wieder im Urlaub. Mir geht es so gut wie noch nie und ich bin voll Dankbarkeit über mein neues Leben ohne Hamsterrad.  

Danke Anna Werner

 
 
 
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